Schützentradition

600 Jahre KPSG Langenzenn
600 Jahre KPSG Langenzenn

Etliche traditionelle Schützengesellschaften entstanden schon im Hochmittelalter.  Ihre Aufgabe war es, ihre eigene Stadt gegen Angriffe von fremden Armeen, marodierende Räuberbanden und sonstiges Gesindel zu verteidigen.

Diese Bürgerwehren hatten also den offiziellen Auftrag, das Gemeinwesen zu schützen.  Zuerst noch mit Spießen und Armbrüsten ausgerüstet, hielten ab dem Spätmittelalter einfach zu bedienende Feuerwaffen Einzug in die Arsenale der Bürger. Schon sehr früh sind aber auch Preisschießen und sportliche Wettkämpfe verbürgt, die wenig mit dem Verteidigungsauftrag der Schützen zu tun hatten.

Als die Bürgerwehren im 17. Jahrhundert immer mehr durch die stehenden (Söldner-)Heere des Adels abgelöst wurden, und die ursprüngliche Aufgabe entfiel, entwickelten die Schützengesellschaften das eher sportliche Schießen mit Wettbewerben.  Im 18. Jahrhundert war aus den militärischen Schützen eine bürgerliche Vereinigung geworden.

Von den alten Bräuchen haben sich die Schützenumzüge, das Königsschießen, der Schützenkönig, die Schützenkönigin bzw. die Schützenprinzessin und der Schützenknappe erhalten.

Auch die königlich privilegierte Schützengesellschaft Langenzenn ermittelt beim jährlichen Königsschießen ihre „Majestäten“.